Medizinische Informationen zu Brustkrebsoperationen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen. Doch Brustkrebs besiegelt nicht ihr Schicksal: Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so dass mehr als die Hälfte der Patientinnen dauerhaft geheilt wird.

Zu den Qualitätsergebnissen des Behandlungsgebiets Brustkrebsoperationen.

Ursachen

Die eigentliche Ursache für Brustkrebs ist unbekannt. Fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen sind durch ererbte Veränderungen in den so genannten Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 bedingt. Hatten Mutter oder Schwester Brustkrebs, erhöht sich das Erkrankungsrisiko um das Zwei- bis Dreifache.

Risikofaktoren

Die Erkrankungsgefahr steigt mit zunehmendem Alter. Weitere Risikofaktoren sind z.B. eine frühe erste Regelblutung, der späte Beginn der Wechseljahre, Kinderlosigkeit, eine späte erste Geburt sowie eine kurze Stillzeit. Auch die Ernährung scheint Einfluss zu haben: Übergewicht und fettreiches Essen werden oft mit Brustkrebs in Verbindung gebracht. Dies ist wissenschaftlich jedoch noch nicht endgültig belegt.

Symptome

Brustkrebs verursacht normalerweise keine Schmerzen oder andere typische Beschwerden. In den meisten Fällen ertasten die Frauen selbst einen Knoten in der Brust. Entzündungen oder Rötungen, Flüssigkeitsaustritt aus einer Brustwarze, neu aufgetretene Größenunterschiede der Brüste oder eine Einsenkung einer Brustwarze können Hinweise auf eine mögliche Erkrankung sein und sollten möglich rasch vom Arzt untersucht werden.

Diagnose

Die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung bietet ein frühzeitig diagnostizierter Tumor: Je eher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Ist der Tumor nicht größer als einen Zentimeter und sind die Lymphknoten in der Achselhöhle frei von Krebszellen, liegen die Heilungsaussichten bei über 90 Prozent. Mit einer Operation, anschließender Strahlentherapie sowie in der Regel auch medikamentöser Zusatztherapie kann der Krebs in den meisten Fällen dauerhaft beseitigt werden.

Die beste Möglichkeit, bösartige Neubildungen in einem so frühen Stadium festzustellen, bietet die Mammographie ("Mamma" medizinischer Fachausdruck für die weibliche Brust; "Graphie", griechisch, bedeutet soviel wie Aufzeichnung oder Darstellungsverfahren). Mit dieser Röntgenuntersuchung können Veränderungen im Drüsen-, Binde- und Fettgewebe der Brust sehr sicher diagnostiziert werden. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sollten routinemäßig alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen lassen. Diese Untersuchung wird mittlerweile von den Krankenkassen übernommen. Aufschluss liefert auch die Ultraschalluntersuchung; eventuell wird außerdem eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen.

Therapie

Die Operation stellt eine wichtige Säule bei der Behandlung dar. Dabei bleibt heute in den meisten Fällen die Brust erhalten. Anschließend folgt routinemäßig eine Strahlentherapie. Die medikamentöse Behandlung besteht vor allem aus Chemo- und Hormontherapie. Eine Chemotherapie wird

  • vor einer Operation eingesetzt, um einen großen Tumor zu verkleinern
  • nach einer Operation eingesetzt, um eventuell im Körper verbliebene Krebszellen zu zerstören.

Eine Hormontherapie ist nur sinnvoll, wenn der Tumor auf hormonelle Veränderungen der Patientin reagiert. Neu sind so genannte Antikörpertherapien. Dabei richten sich die Medikamente ganz gezielt gegen bestimmte Strukturen der Krebszelle.