Erneuter Eingriff, Systemwechsel oder Entfernung eines Defibrillators

Qualitätsmerkmal: Grund für den Eingriff

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn es möglichst selten zu Hardware-, Taschen- oder Sonden-Problemen oder zu Infektionen kommt, die einen erneuten Eingriff erforderlich machen.

Bei den Gründen für einen erneuten Eingriff am implantierten Defibrillator werden drei Bereiche unterschieden:

  1. Hardware-Probleme des Geräts: Diese können u.a. eine vorzeitige Batterie-Erschöpfung, eine Fehlfunktion des Aggregats oder einen Rückruf des Aggregats durch den Hersteller betreffen. Auch Brüche der Sonde oder defekte Isolationen der Leitungen zwischen Aggregat und Sonden können auftreten.
  2. Probleme mit den Sonden oder der Defibrillator-Tasche: Es kann u.a. zu einer Verschiebung der Sonden oder technischen Defekten kommen, die die Funktion des Defibrillators beeinträchtigen. Auch Blutungen an der Tasche, in der der Defibrillator platziert wurde (in der Regel unterhalb des Schlüsselbeins) sind möglich.
  3. Infektionen: Sehr selten kommt es zu Infektionen im Bereich der Defibrillator-Tasche oder der Sonden. Diese können sich zu schwerwiegenden Komplikationen entwickeln, insbesondere wenn die Herz-Innenhaut entzündet ist.

Die folgenden drei Schaubilder zeigen, wie selten Hardware-, Taschen- oder Sonden-Probleme bzw. Infektionen einen erneuten operativen Eingriff nötig machen.

So selten machen Hardware-Probleme einen erneuten operativen Eingriff nötig:

So selten machen Taschen- oder Sonden-Probleme einen erneuten operativen Eingriff nötig:

So selten machen Infektionen einen erneuten operativen Eingriff nötig: