Schlaganfall

Qualitätsmerkmal: Zeitspanne bis zur Einlieferung ins Krankenhaus

Gute Versorgungsqualität liegt vor, wenn möglichst viele Schlaganfallpatienten spätestens drei Stunden nach den ersten Schlaganfallsymptomen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Je schneller ein Patient in ein Krankenhaus gebracht wird, desto höher sind die Chancen, dass die Durchblutung des Gehirns wieder verbessert, Hirngewebe erhalten und die Folgeschäden des Schlaganfalls abgemildert werden können. Innerhalb von drei Stunden nach den ersten Schlaganfallsymptomen gibt es die besten Behandlungsmöglichkeiten (siehe Qualitätsmerkmal Frühzeitige Thrombolyse). Ist eine Gehirnblutung die Schlaganfallursache, muss ebenfalls so schnell wie möglich gehandelt werden, um die Blutung medikamentös zu stillen oder durch eine Notfalloperation den Druck im Schädelinneren zu reduzieren, da andernfalls immer mehr Hirngewebe zerstört wird.

Wie viel Zeit bis zur Einlieferung verstreicht, hängt nicht von den behandelnden Krankenhäusern ab, sondern von vielen anderen Faktoren, z.B.:

  • wie schnell Betroffene oder ihre Angehörigen die Schlaganfallsymptome richtig deuten
  • wie schnell ein Rettungsdienst gerufen wird und vor Ort sein kann
  • wie weit das nächste Krankenhaus entfernt ist, das einen Schlaganfall behandeln kann

Dieses Qualitätsmerkmal beschreibt die Güte des Zuweisungssystems, also der so genannten prähospitalen Rettungskette. Die Krankenhäuser können diese teilweise durch Aufklärungskampagnen und Schulungen, z.B. des Rettungsdienstes, beeinflussen.

So häufig werden Schlaganfallpatienten spätestens drei Stunden nach den ersten Symptomen in ein Hamburger Krankenhaus eingeliefert:

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