Schlaganfall

Qualitätsmerkmal: Häufig Thrombolyse

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn zwischen der Ankunft der Patienten im Krankenhaus und einer  Thrombolyse möglichst wenig zeit verstreicht. 

Patienten, bei denen eine Thrombolyse durchgeführt wird (siehe vorhergehendes Qualitätsmerkmal „Häufig Thrombolyse“), sollten diese Behandlung möglichst schnell erhalten. Optimal ist es, wenn die Thrombolyse bereits innerhalb der ersten 30 Minuten nach ihrer Aufnahme im Krankenhaus beginnt. Dies ist z.B. bei Patienten möglich, die eindeutig Symptome einer leichteren bis mittelschweren Gefäßverengung wie Sprach- und Wahrnehmungsstörungen – einer so genannten Transischämischen Attacke (TIA) – aufweisen. Sie sollten in der Regel ohne vorherige bildgebende Diagnostik sofort eine Thrombolyse erhalten, mit der die Verengungen aufgelöst werden können.

Bei Patienten mit schweren Symptomen kann zunächst eine bildgebende Diagnostik mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) erforderlich sein, die Aufschluss über das Ausmaß und die genaue Lage eines Gefäßverschlusses oder einer starken Verengung gibt. Dies ist wichtig für die Entscheidung des Arztes, ob eine Thrombolyse ausreicht oder ob das Blutgerinnsel so groß ist, dass der Gefäßverschluss mechanisch per Katheter (Thrombektomie) geöffnet werden muss. Aber auch bei einer bildgebenden Diagnostik sollte eine Thrombolyse, wenn der Arzt diese für die geeignetere Therapie hält, nicht später als 60 Minuten nach der Aufnahme im Krankenhaus beginnen.

Dieses Qualitätsmerkmal gibt also an, wie gut die Abläufe im Krankenhaus organisiert sind, damit eine Thrombolyse ohne Zeitverlust – gegebenenfalls mit einer vorausgehenden bildgebenden Diagnostik – eingeleitet werden kann.

Die folgenden zwei Schaubilder zeigen, wie häufig die Thrombolyse spätestens 30 bzw. 60 Minuten nach der Aufnahme im Krankenhaus beginnt.

So häufig beginnt die Thrombolyse bereits innerhalb von 30 Minuten nach der Aufnahme im Krankenhaus

So häufig beginnt die Thrombolyse spätestens 60 Minuten nach der Aufnahme im Krankenhaus