Gallenblasen-Operationen

Qualitätsmerkmal: Erneuter Eingriff

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn innerhalb von drei Monaten nach der Operation möglichst selten ein erneuter Eingriff aufgrund von Komplikationen erforderlich wird.

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Trotz aller Sorgfalt der Operateure kann es vorkommen, dass nach einer Entfernung der Gallenblase Steine in den Gallengängen verbleiben, die erneute Beschwerden verursachen. Auch seltene, unbeabsichtigte Verletzungen der Gallengänge oder Blutgefäße können sich erst mit einer gewissen Verzögerung bemerkbar und einen zweiten Eingriff erforderlich machen, ebenso Blutungen oder Entzündungen. Dieses Risiko ist höher nach Notfall- und offen-chirurgischen Operationen als nach geplanten und laparoskopischen „Schlüsselloch“-Eingriffen. Dennoch sollte eine erneute Operation nur im Ausnahmefall erforderlich werden.

Erwartete Rate – tatsächliche Rate: Bei diesem Qualitätsmerkmal wird für jedes Krankenhaus gesondert berechnet, bei wie viel Prozent der Patienten bis zu 90 Tage nach der ersten Operation mit einem erneuten Eingriff zu rechnen ist. Diese erwartete Rate wird dann mit der in dem betreffenden Krankenhaus tatsächlich eingetretenen Rate ins Verhältnis gesetzt. Ist die tatsächliche Rate gleich hoch wie die erwartete oder sogar geringer, zeugt das von guter Behandlungsqualität. Doch auch wenn sie höher ausfällt, kann die Qualität des Krankenhauses uneingeschränkt gut sein. Ausführliche Informationen finden Sie unter dem Schaubild. Die hier gezeigten Daten errechnen sich aus Qualitätsergebnissen aus dem Jahr 2024, kombiniert mit Sozialdaten der Krankenkassen (u.a. Alter, Geschlecht, Vor- und Begleiterkrankungen) aus dem Jahr 2023.

Vergleich: Erwartete und tatsächliche Rate an erneuten Eingriffen bis zu 90 Tage nach der Operation

Erwartete Rate Tatsächliche Rate